Wodka ,Please on Vodka Tour

„Niemand wir am Ende einer Vodka Tour mehr sagen, Wodka habe keinen Geschmack.“ Wem, wenn nicht Wodka ,Please, könnte genau dieser Ansatz besser gefallen?! Die Wodkaexperten von Wodka ,Please nahmen in Krakau an einer Vodka Tour des hippen Start-Ups #Eat Polska teil und lernten sogar noch was dazu.

Vor zwei Jahren lasen wir in der polnischen Zeitschrift Wprost einen Artikel über die sogenannten Vodka Tours, die ausgehend von Warschau in immer mehr polnischen Städten organisiert werden. Die Touren richten sich vor allem – aber nicht nur – an ausländische Touristen, die die polnische Wodka- und Trinkkultur kennenlernen möchten.
Hauptansatz des Initiators von Vodka Tours, Michał Sobieszuk, ist es, zu zeigen, dass Wodka mehr ist als ein „Brennmittel“ für Cocktails, mehr als geschmackloses, alkoholreiches Wasser. Niemand dürfte nach Ende einer Vodka Tour mehr sagen, Wodka habe keinen Geschmack.

STEILVORLAGE: Wem, wenn nicht Wodka ,Please, könnte genau dieser Ansatz besser gefallen?!

So buchten wir eine Vodka Tour in Krakau. Der Preis von 72,-€ umfasst eine ca. dreieinhalb Stunden lange Tour mit Verköstigung mehrerer Wodkas sowie vier bis fünf kleiner Portionen typisch polnischen Essens (siehe auch „Facts“ unten).

Wir trafen unseren Guide, Maurice, an der legendären Kellerkneipe und Cabaret #Pod barami am Marktplatz von Krakau. Maurice führte uns zunächst um den Marktplatz und gab uns eine erste, kurze Einführung in die Kultur- und Zeitgeschichte Krakaus. Die Wodkatouren sollten den Gästen nicht nur das polnische Wässerchen näherbringen, sie stellen ihnen auch das Land und seine Geschichte vor.

Erste Station: Tradition

Die erste Bar, die wir besuchten, bot uns zwei wohlbekannte, aber gern getrunkene Klassiker der polnischen Wodkawelt: #Wyborowa, in der klassischen Version, hergestellt aus Roggen, sowie #Żołądkowa Gorzka, ebenfalls in der seit den 50er Jahren weltweit bekannten, klassischen Variante. Dazu serviert wurden klassisch polnischer Hering mit Zwiebelsalat sowie weiße, polnische Wurst in Meerrettichsauce – selbstverständlich in zwei Gängen, passend zu den verköstigten Wodkas.
Maurice zitierte während der gesamten Tour häufig seinen Großvater, den „zweiten Guide der Tour“, der die Entbehrungen des Sozialismus der 80er Jahre noch gut kannte, als Wodka – wie alle Lebensmittel – nur noch mit Lebensmittelkarten erhältlich war. Dazu zeigte er uns immer wieder Ausschnitt aus den sogenannten „Chroniken“, den sozialistischen „Nachrichten“, die die Realität des „alten“ Polens wiedergaben.

Zweite Station: Selbstgemacht

Als nächstes besuchten wir eine Wodkabar/-laden, die sich auf die Herstellung eigener Wodkas spezialisiert hat. Hier bekamen wir auch einen Lehrgang über die Wodkaherstellung sowie Veredlung zu sogenannten infusion vodkas. Die Produktion von Geschmackswodkas ist – entgegen der oft geäußerten Meinung – eine komplizierte Angelegenheit, da es gilt, den Zeitpunkt für die Zugabe von Lebensmitteln, Aromen oder Gewürzen exakt zu wählen, um das beste Geschmackserlebnis zu garantieren.
Die Vielfalt der Geschmacksrichtungen (ca. 40), die diese Wodkabar zu bieten hat, steht für die Kreativität, mit der Wodka heute in Polen hergestellt wird. Die Kreationen fingen bei Klassikern wie Kirsch- oder Zitronenwodka an und endeten bei Gewürzmischungen mit Pfeffer und Chili.

Dritte Station: Hausgemacht

Als nächstes gingen wir in Richtung des Florianischen Tores in ein uriges Restaurant, das uns Bigos, Smalec (mit Zwiebeln und Gewürzen versetztes Schweineschmalz) und Brot servierte. Dazu gab es den großartigen #Baczewski Wodka, nach Meinung unseres Guides der beste Wodka Polens, sowie den weniger bekannten, koschernen Dziegielówka. Die Wodkaauswahl erwies sich auch hier als vorzüglich. Der allseits geschätzte Kartoffelwodka Baczewski passte nicht nur hervorragend zu Smalec und Bigos, er ist auch ein Zeugnis der großen Wodkakultur der Vorkriegsjahre, in denen polnischer Wodka ein weltweit bekanntes Gut war.
Dziegielówka dagegen nahm die Rolle eines sanften Digestifs an. Der Gewürzwodka, der in Ansätzen an Żołądkowa Gorzka erinnert, ist ein geschmackliches Highlight an Gewürzen und Aromen.

Dritte Station: Hausgemacht

Über einen kurzen Spaziergang, vorbei an einigen sogenannten „Wodka McDonald’s“, die für wenig Geld Wodkashots und traditionelles polnisches Essen servieren, z.B. #Pijalnia Wódki i Piwa, erreichten wir das letzte Ziel des Abends: eine moderne Cocktailbar. Hier verköstigten wir den fantastischen, weltweit am besten verkauften, polnischen Wodka #Żubrówka Bison Gras – zunächst pur und im Anschluss dann als Cocktail (siehe Foto).   
Maurice verabschiedete sich mit Eat Polska Give-aways von uns leicht angeschwipsten Wodkaconnaisseuren. Die Moderne schloss diese wunderbare, lehrreiche Vodka Tour, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird… und uns zum Einkauf neuer, polnischer Wodkas inspiriert hat – #coming soon im Shop.

Unser Tipp:

Jeder, der sich für Wodka, Polen, polnisches Essen etc. interessiert, die Stadt mit Hilfe eines echten Locals kennenlernen oder einfach nur einen netten, ungezwungenen Abend in guter Gesellschaft verbringen will, sollte eine Vodka Tour machen.
Wer es mit dem Wodka noch langsamer angehen möchte, kann auch eine Food Tour oder Pierogi Tour buchen. Darüber hinaus bietet Eat Polska auch noch Biertouren an.
In Polen sind die Touren bereits sehr bekannt, hier in Deutschland sind sie noch echte Geheimtipps.

Facts Vodka Tour:

Preis: ca. 72,-€ (je nach Umrechnungskurs)
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Gruppengröße: 2 – max. 10 Personen
Sprache: Englisch, Polnisch
Mögliche Städte: Warschau, Krakau, Danzig (vorerst)
Anmeldung und Infos unter: https://eatpolska.com/